Hinweis: Dieser Vergleich beruht auf eigenen Tests und öffentlich verfügbaren Angaben, Stand August 2026. Fango ist unsere eigene App, und wir nennen ehrlich auch, wofür sie nicht geeignet ist. Funktionen und Preise können sich ändern; prüfe die jeweilige Store-Seite für aktuelle Angaben.

Welche Vorratskammer-App die beste ist, entscheidet sich nicht an der Funktionsliste, sondern daran, ob du sie in der dritten Woche noch öffnest. Fast alle scheitern an derselben Stelle: an der Eingabe. Wenn das Erfassen eines Wocheneinkaufs fünf Minuten Tippen bedeutet, stirbt die Gewohnheit, bevor sie eine ist. Fango geht deshalb über den Kassenbon — die KI liest den Bon und legt den kompletten Einkauf an.

Unten stehen vier Apps im Vergleich: wie die Produkte hineinkommen, was sie kosten, wie es um Erinnerungen und Datenschutz steht — und am Ende eine ehrliche Zuordnung, für wen welche App taugt. Laut BMEL werden in Deutschland rund 78 Kilogramm Lebensmittel pro Person und Jahr weggeworfen, der größte Teil davon in Privathaushalten. Genau dieser Teil ist der, den eine Vorrats-App überhaupt beeinflussen kann.

Kurz gesagt
  • Fango — Kassenbon-Scan, kein Konto, Kühlschrank, Gefrierfach und Vorrat in einer Liste
  • Pantry Check — für alle, die lieber Barcode für Barcode scannen
  • Sortly — sehr visuell, eigentlich für kleine Betriebe gebaut
  • NoWaste — kostenlos, verlangt aber ein Konto in der Cloud
Nie wieder raten, ob etwas noch gut ist. Fango behält Kühlschrank und Vorrat im Blick und erinnert dich, bevor etwas verdirbt. Spare bis zu 60 € im Monat. Kostenlos testen.

Die vier Apps in 30 Sekunden

Fango führt Kühlschrank, Gefrierfach und Vorratsschrank in einer nach Datum sortierten Liste. Der Kassenbon wird fotografiert, die KI erkennt die Produkte und trägt den ganzen Einkauf in etwa 30 Sekunden ein. Push-Erinnerungen kommen 1 bis 14 Tage vor Ablauf und lassen sich pro Produkt einstellen; für Gefriergut und Vorrat gibt es zusätzlich frühe Erinnerungen, weil dort in Monaten gerechnet wird. Kein Konto, keine Registrierung. Nach dem kostenlosen Testmonat kostet die App ab 2,99 €/Monat oder 24,99 €/Jahr.

Pantry Check ist ganz auf Barcodes gebaut: Kamera auf den Strichcode, Produkt in der Liste. Für fünf Konserven ist das schnell, für einen Wocheneinkauf zäh — und Produkte ohne Barcode, also fast alles aus der Frischetheke, fallen durch. Rezeptvorschläge auf Basis des Vorrats sind eingebaut.

Sortly ist streng genommen keine Lebensmittel-App, sondern eine allgemeine Inventar-App für kleine Betriebe. Für den Vorratsschrank heißt das: sehr flexible Felder, ein Foto pro Artikel, aber keinerlei Lebensmittel-Logik. Ablaufdaten musst du selbst als Feld anlegen, die kostenlose Stufe ist auf rund 100 Artikel begrenzt, und die Bezahlstufen sind auf Firmenbudgets zugeschnitten.

NoWaste ist unter den vieren die bekannteste kostenlose Lebensmittel-App und in den Niederlanden und im deutschsprachigen Raum verbreitet. Der Preis dafür ist ein Konto: die Liste liegt in der Cloud des Anbieters. Wer ohnehin geteilt mit dem Haushalt arbeiten will, sieht darin einen Vorteil, wer nicht, einen Nachteil.

Vergleich

Merkmal Fango Pantry Check Sortly NoWaste
Kassenbon-Scan KI, 34 Länder
Barcode-Scan
Ohne Konto nutzbar
Erinnerung pro Produkt einstellbar 1–30 Tage
Gefrierfach + Vorrat mit eigener Zeitskala
Preis 1 Monat gratis, dann ab 2,99 €/Monat Freemium Gratis bis ~100 Artikel Kostenlos

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iOS- & Android-App
Der Bon macht die Eingabe für dich

Kassenbon fotografieren — die KI erkennt die Produkte und legt sie mit geschätztem Haltbarkeitsdatum an, für Kühlschrank, Gefrierfach und Vorrat. Push-Erinnerung 1 bis 14 Tage vorher. Keine Registrierung; die Daten bleiben standardmäßig auf deinem Gerät.

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Einen Monat kostenlos testen.

Vorrat in Fango

Für wen welche App

Wocheneinkauf für einen ganzen Haushalt viele Produkte auf einmal
Fango
Nur Konserven und Trockenvorrat wenige Artikel, selten neu
Pantry Check
Vorrat mit Fotos und eigenen Feldern eher Lager als Küche
Sortly
Kostenlos, Konto egal geteilte Liste erwünscht
NoWaste

Was am Ende fast immer entscheidet

Drei Dinge, in dieser Reihenfolge. Erstens die Eingabe. Ein Wocheneinkauf bringt 20 bis 40 Produkte mit. Barcode für Barcode sind das mehrere Minuten am Küchentisch, und zwar jede Woche. Der Bon-Weg kostet unabhängig von der Anzahl der Zeilen etwa eine halbe Minute. Wie diese Erkennung funktioniert, steht in unserem Artikel zur Kassenbonscanner-App.

Zweitens der Zeithorizont. Vorrat ist nicht Kühlschrank. Mehl, Reis und Konserven laufen in Monaten, nicht in Tagen — eine App, die nur eine Erinnerung zwei Tage vorher kennt, ist im Vorratsschrank nutzlos. Fango behandelt Gefrierfach und Vorrat deshalb mit eigener Skala und schickt zusätzlich frühe Erinnerungen. Für das Gefrierfach im Detail: Lebensmittel richtig einfrieren.

Dazu kommt ein Unterschied, den keine App für dich entscheiden kann: Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum bedeuten nicht dasselbe. Die Verbraucherzentrale weist ausdrücklich darauf hin, dass das MHD eine Qualitätsangabe ist und viele Lebensmittel danach noch gut sind, während das Verbrauchsdatum auf leicht verderblichen Produkten eine Sicherheitsgrenze markiert. Eine gute App erinnert in beiden Fällen — die Entscheidung, ob etwas noch auf den Teller kommt, bleibt bei dir und deinen Sinnen. Mehr dazu in MHD gegen Verbrauchsdatum.

Drittens die Frage, wo die Liste liegt. Was in deinem Vorratsschrank steht, sagt einiges über dich aus — Haushaltsgröße, Ernährung, Einkaufsrhythmus. Fango kommt ohne Konto aus und die Daten bleiben standardmäßig auf dem Gerät; das ist eine bewusste Entscheidung und in Lebensmittel-App ohne Registrierung ausführlicher beschrieben.

Woran die meisten Vorrats-Apps scheitern

Der typische Verlauf sieht so aus: am ersten Wochenende wird der halbe Schrank erfasst, mit Begeisterung. Am zweiten wird der Einkauf noch nachgetragen, am dritten nicht mehr. Ab da zeigt die Liste einen Vorrat, den es so nicht mehr gibt — und eine falsche Liste ist schlimmer als keine, weil man ihr nicht mehr glaubt und trotzdem nachsieht.

Das ist keine deutsche Eigenheit: der UN-Bericht zur Lebensmittelverschwendung schätzt, dass rund ein Fünftel der für Verbraucher verfügbaren Lebensmittel weltweit im Müll landet, und der Haushalt ist dabei die größte Einzelquelle. Eine Liste, der man nicht mehr traut, hilft dagegen nicht.

Daraus folgen zwei praktische Regeln. Erstens: nicht rückwärts erfassen. Fang mit dem nächsten Einkauf an und lass den Bestand hineinwachsen. Zweitens: such dir den Weg mit dem geringsten Widerstand, auch wenn er weniger exakt ist. Eine Liste, die zu 80 % stimmt und gepflegt wird, schlägt jede perfekte Liste, die nach drei Wochen einfriert.

Wenn du statt eines Vorratsschranks vor allem den Kühlschrank im Blick behalten willst, ist die Kühlschrank-Tracker-App der passendere Einstieg — und ob es sich für dich überhaupt lohnt, rechnen wir in Lohnt sich eine Lebensmittel-App? nach. Alternativen speziell zu KitchenPal haben wir hier gesammelt.

Häufige Fragen

Gibt es die eine beste Vorratskammer-App?

Nein, und wer etwas anderes behauptet, verkauft dir etwas. Die Frage ist, wie die Produkte in die Liste kommen: Fango scannt den Kassenbon und legt den ganzen Einkauf in etwa 30 Sekunden an, Pantry Check arbeitet Barcode für Barcode, Sortly setzt auf Fotos und freie Felder, NoWaste ist kostenlos, verlangt aber ein Konto. Wer wöchentlich groß einkauft, braucht den Bon-Weg; wer nur ein paar Vorräte im Blick behalten will, kommt mit Barcodes gut zurecht.

Sparen Vorratskammer-Apps wirklich Geld?

Sie sparen genau den Teil, der aus Vergessen entsteht — und das ist der größte Einzelposten. In Deutschland landen laut BMEL rund 78 Kilogramm Lebensmittel pro Person und Jahr im Müll, überwiegend in Privathaushalten. Eine App ersetzt keine Planung, aber sie erinnert dich an das Glas hinten im Schrank, bevor das Datum vorbei ist. Einen Prozentsatz nennen wir bewusst nicht: der hängt davon ab, wie viel du heute wegwirfst.

Muss ich meinen kompletten Vorrat erfassen, bevor es losgeht?

Nein, und genau daran scheitern die meisten Versuche. Ein sinnvoller Start ist der nächste Einkauf: was neu ins Haus kommt, wird erfasst, der Rest wächst von allein hinein. Nach zwei bis drei Einkäufen deckt die Liste ohnehin das ab, was du regelmäßig kaufst. Ein Wochenende damit zu verbringen, jede Dose im Schrank abzutippen, ist der schnellste Weg, die App wieder zu löschen.

Funktionieren diese Apps auch mit deutschen Kassenbons?

Das ist der Punkt, an dem sich amerikanische und europäische Apps unterscheiden. Barcode-Datenbanken sind häufig US-lastig, und Bon-Erkennung fehlt vielen Apps ganz. Fango liest Kassenbons aus 34 Ländern, deutsche Supermarktbons eingeschlossen. Bei jeder anderen App lohnt sich vor dem Kauf ein Blick in die Store-Beschreibung, ob europäische Bons oder Produkte überhaupt unterstützt werden.