Die kurze Antwort: ein KI-Kassenbonscanner liest jeden sauber gedruckten Lebensmittelbon aus einem unterstützten Land — ob der bei REWE, bei Aldi oder beim Hofladen mit einer einzigen Kasse entstanden ist, spielt keine Rolle. Die KI liest den Text auf dem Bon und nicht eine hinterlegte Vorlage für genau diese Kette. Die richtige Frage lautet deshalb nicht „welche Läden“, sondern „welche Länder“ — und innerhalb dieser Länder funktioniert praktisch jeder Supermarkt.
Dieser Artikel listet auf, was Fango abdeckt: erst die wählbaren Länder, dann die Ketten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, und am Ende die Fälle, in denen der Scanner absichtlich nichts zurückgibt.
- 27 Länder wählbar in den Einstellungen, Bonformate aus 34 Ländern im Hintergrund
- Alle großen Ketten im DACH-Raum — REWE, EDEKA, Lidl, Aldi, Kaufland, Penny, Hofer, Billa, Migros, Coop
- Liefer-Apps zählen als Einkauf — Picnic, Flink, Wolt, Lieferando und Co. trotz Trinkgeld- und Gebührenzeilen
- Restaurant, Apotheke, Baumarkt geben bewusst eine leere Liste zurück
- PDF bis fünf Seiten, danach ein Hinweis statt stiller Lücke
Warum „welcher Laden“ die falsche Frage ist
Ältere Bonscanner arbeiteten Laden für Laden. Die Entwickler hinterlegten eine Vorlage für REWE, eine zweite für Lidl, eine dritte für Kaufland — und der Scanner konnte genau die Ketten, die jemand vorher eingepflegt hatte. Neue Kette, neuer Laden, umgestaltetes Bonlayout? Dann wartete man auf ein Update, und bis dahin kam Unsinn heraus.
KI-Scanner lesen stattdessen den Text direkt. Fango schickt den Bon — auf dem iPhone den daraus extrahierten Text — an Anthropic Claude, das Produkte, Preise, Währung und Datum anhand länderspezifischer Regeln erkennt, nicht anhand kettenspezifischer. Deshalb liegt die praktische Grenze beim Land und nicht beim Laden. Wie dieser Ablauf im Detail aussieht, steht in Kassenbon scannen und Lebensmittel verfolgen.
Der Unterschied ist im Alltag größer, als er klingt. Ein deutscher Bon schreibt 2,99 mit Komma, führt den Mehrwertsteuerblock mit den Spalten Netto / Steuer / Brutto am Ende und markiert Steuersätze mit Buchstaben hinter dem Preis. Ein amerikanischer Bon schreibt 2.99 mit Punkt, schlägt die Steuer erst am Ende auf und kennt den Block gar nicht. Genau diese Unterschiede sind pro Land hinterlegt — inklusive der Falle, dass „Netto“ in Deutschland und Dänemark auch ein Kettenname ist und nicht nur eine Spaltenüberschrift.
Welche Länder du wählen kannst
In den Einstellungen stehen 27 Länder zur Wahl. Im Hintergrund kennt der Scanner Bonformate aus 34 Ländern, aber diese 27 lassen sich in der App auswählen:
Die Währung erkennt die App vom Bon selbst — Euro, Schweizer Franken, Pfund, Dollar, schwedische und norwegische Kronen, Złoty, tschechische Kronen, Forint, Lei, Lira und einige mehr. Wer im Urlaub einkauft, muss dafür nichts umstellen, außer dem Einkaufsland selbst.
Die Ketten in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Eine unvollständige Liste — gemeint ist damit ausdrücklich nicht, dass andere Läden fehlen, sondern nur, dass diese Ketten in den Regeln namentlich vorkommen, weil ihre Bonlayouts eigene Eigenheiten haben:
| Land | Ketten, die namentlich hinterlegt sind |
|---|---|
| Deutschland | REWE, EDEKA, Lidl, Aldi Nord, Aldi Süd, Penny, Netto, Kaufland, Globus, Tegut, Famila, Wasgau, Marktkauf, E-center, V-Markt, Combi, HIT, Konsum, dm, Rossmann, Müller |
| Österreich | SPAR, EUROSPAR, INTERSPAR, Billa, BILLA PLUS, Hofer, Lidl, Penny, MPreis, ADEG, Unimarkt, Maximarkt, Sutterlüty |
| Schweiz | Migros, Coop, Denner, Lidl, Aldi |
← wischen →
Zwei Punkte dazu, die im Alltag zählen. Erstens sind Drogeriemärkte bewusst dabei: dm, Rossmann und Müller verkaufen Lebensmittel, also werden diese Zeilen ganz normal übernommen. Zweitens ist die Liste beschreibend. Steht deine Kette nicht darauf, heißt das nicht, dass sie nicht funktioniert — die Regeln hängen am Land, und ein sauber gedruckter Bon vom Wochenmarktstand mit Kasse wird genauso gelesen wie einer von EDEKA.
Ein paar Bonmuster verdienen eigene Regeln, weil sie ohne sie systematisch falsch summieren würden. Bei Lidl und EDEKA steht unter der Namenszeile häufig eine Detailzeile mit Stückzahl und Stückpreis — die Namenszeile trägt die Zeilensumme, die Detailzeile darunter ist reine Information und wird übersprungen. Der Mehrwertsteuerblock am Bonende mit Steuer % / Netto / Steuer / Brutto sieht für eine Maschine aus wie mehrere Produktzeilen mit Preisen, ist aber keine. Und wenn dieselbe Zeile neunmal hintereinander auftaucht, weil neun gleiche Joghurts im Wagen lagen, dann sind das neun Produkte und nicht eines.
REWE, EDEKA, Lidl, Aldi, Kaufland, Hofer, Billa, Migros und Hunderte mehr: jeder sauber gedruckte Bon aus einem unterstützten Land funktioniert. Einen Monat kostenlos, ohne Konto.
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Online-Bestellungen und Liefer-Apps
PDF-Belege aus dem Online-Supermarkt lesen sich oft besser als Papier, weil die Textebene schon digital ist und der Fotoschritt entfällt. Abgedeckt sind unter anderem:
- Online-Supermärkte: REWE Lieferservice, Picnic, Knuspr, Flink
- Liefer-Apps: Wolt, Lieferando, Foodora, Deliveroo, Uber Eats, Glovo, Bolt Food, Just Eat
- Bio und Spezialisiert: Belege von Ekoplaza-artigen Bioläden und Hofläden, sofern gedruckt
Die Liefer-Apps sind dabei ausdrücklich als Ausnahme hinterlegt. Ein Wolt- oder Lieferando-Beleg trägt Zeilen wie Trinkgeld, Liefergebühr oder Servicegebühr und sieht damit auf den ersten Blick aus wie eine Restaurantrechnung — er wird trotzdem als Lebensmitteleinkauf behandelt, weil dort Packungen bestellt und nach Hause gebracht werden. Eine echte Restaurantrechnung wird gleich im nächsten Abschnitt anders behandelt.
Für PDFs gilt eine Grenze von fünf Seiten. Ist der Beleg länger, erscheint im Prüfbildschirm ein Hinweis, dass ab Seite sechs nichts eingelesen wurde — lieber ein sichtbarer Hinweis als eine stille Lücke in der Liste. Mehr dazu steht in PDF-Kassenbonscanner-App.
Was der Scanner absichtlich nicht annimmt
Es gibt Belege, bei denen bewusst eine leere Liste zurückkommt, statt irgendetwas zu erraten:
- Restaurant, Café, Bar, Hotel. Erkannt an Tischnummer, Bedienung, Menü- oder Portionszeilen und am Namen im Kopf des Belegs. Gerichte gehören nicht in eine Kühlschrankliste mit Haltbarkeitsschätzung.
- Apotheke. Auch die Apotheke im dm-Markt — die Drogerieabteilung ist abgedeckt, die Apotheke nicht.
- Baumarkt, Elektronik, Kleidung, Möbel, Tierbedarf. Bauhaus, Hornbach, OBI, MediaMarkt, Saturn, H&M, Zara, IKEA, Fressnapf und Vergleichbares.
- Rechnungen, Stromabrechnungen, Flugtickets, Produktverpackungen. Alles, was kein Einkaufsbon ist.
Der Grund ist derselbe wie beim Fünf-Seiten-Hinweis: eine ehrliche Fehlanzeige ist brauchbarer als eine erfundene Liste. Wenn ein Bild kein klarer Einkaufsbon ist, sollen keine Produktzeilen entstehen.
Was nicht gut funktioniert
Die Grenzen offen zu benennen, macht den Rest erst verlässlich:
- Nicht-lateinische Schriften. Griechische, kyrillische, arabische, hebräische und asiatische Bons gehören zu Ländern, die in der App nicht wählbar sind — Griechenland und Bulgarien etwa haben zwar hinterlegte Regeln, stehen aber nicht in der Länderauswahl.
- Handgeschriebene Marktbelege. Handschrift ist für Texterkennung deutlich schwieriger als Druck.
- Stark verblasste Thermobons. Was du selbst kaum entziffern kannst, entziffert der Scanner auch nicht. Thermopapier am besten noch am Einkaufstag fotografieren.
- Sehr lange Bons in einem einzigen Foto. Ein extrem hohes Bild wird beim Verarbeiten heruntergerechnet, bis die Schrift leidet. Zwei Aufnahmen in Hälften sind zuverlässiger als eine über die ganze Länge.
- Schräge Winkel und Blitzreflexe. Von oben, gleichmäßig ausgeleuchtet, Bon flach — das ist der ganze Trick.
Fango sortiert alles nach Erinnerungsdatum und markiert Dringendes rot. Das Widget auf dem Startbildschirm zeigt, was als Nächstes abläuft, ohne die App zu öffnen.
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Wenn dein Laden nicht funktioniert
Zwei praktische Schritte, in dieser Reihenfolge:
-
1
Standardland prüfen. Einstellungen → Standardland (Kassenbon-Scannen). Steht dort noch Deutschland, während du gerade in Italien einkaufst, arbeitet der Scanner mit den falschen Regeln. Fango schlägt den Wechsel meist selbst vor, wenn ein Bon nicht zum eingestellten Land passt.
-
2
Problem melden. Über den Meldelink in der App geht ein strukturierter Bericht raus — Land, Laden, Belegart, was schiefging. Damit lässt sich eine einzelne Kette gezielt nachbessern, statt allgemein am Modell zu drehen.
Was dabei an Daten übertragen wird und was nicht, ist in Ist Kassenbon-Scannen sicher? beschrieben. Und wer sich fragt, ob der Barcode nicht der einfachere Weg wäre: Kassenbon oder Barcode vergleicht beide Wege an derselben Einkaufstüte.
Warum das überhaupt zählt
Der Bon ist der einzige Moment, in dem an einer Stelle steht, was tatsächlich im Haushalt gelandet ist. Wird er einmal gelesen, kennt die App die Produkte samt Haltbarkeitsschätzung und kann erinnern, bevor etwas verdirbt. Laut BMEL werden in Deutschland rund 78 Kilogramm Lebensmittel pro Person und Jahr weggeworfen, der größte Teil davon in Privathaushalten — und das ist Geld, das den Haushalt bereits verlassen hat. Wie viel genau, rechnet was Lebensmittelverschwendung kostet durch.
Deshalb ist die Frage nach den Läden am Ende weniger interessant als die nach dem Land: steht dein Land in der Liste, ist dein Supermarkt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit dabei. Einen Überblick über die Scanfunktion selbst gibt die Kassenbonscanner-App.
Häufige Fragen
Welche Supermärkte kann Fango scannen?
In Deutschland REWE, EDEKA, Lidl, Aldi Nord und Süd, Penny, Netto, Kaufland, Globus, Tegut, Famila, Marktkauf, E-center, V-Markt, Combi, HIT, Konsum und Wasgau, dazu Drogerien wie dm, Rossmann und Müller, soweit Lebensmittel auf dem Bon stehen. In Österreich SPAR, EUROSPAR, INTERSPAR, Billa und BILLA PLUS, Hofer, Lidl, Penny, MPreis, ADEG, Unimarkt, Maximarkt und Sutterlüty, in der Schweiz Migros, Coop, Denner, Lidl und Aldi. Die Liste ist beschreibend, nicht abschließend: die Regeln hängen am Land, nicht an der Kette, deshalb funktioniert auch der Hofladen um die Ecke, solange der Bon sauber gedruckt ist.
Welche Länder lassen sich in den Einstellungen wählen?
27 Länder: Deutschland, Österreich, Schweiz, Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Estland, Vereinigtes Königreich, Irland, Frankreich, Niederlande, Belgien, Italien, Spanien, Portugal, Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Kroatien, Litauen, Lettland, Türkei, USA, Kanada und Australien. Im Hintergrund kennt der Scanner Bonformate aus 34 Ländern, aber wählbar sind diese 27. Jedes Land bringt eigene Regeln für Preisformat, Mehrwertsteuerblock und Rabattzeilen mit — ein polnischer Bon wird anders gelesen als ein amerikanischer.
Werden Lieferdienste und Online-Bestellungen erkannt?
Ja. Bons von Picnic, Flink und Knuspr gelten als Lebensmitteleinkauf, ebenso Lieferdienst-Belege von Wolt, Foodora, Lieferando, Deliveroo, Uber Eats, Glovo oder Bolt Food — auch dann, wenn Trinkgeld, Liefergebühr oder Servicegebühr darauf stehen. PDFs lesen sich oft besser als Papier, weil die Textebene schon digital ist. Fango verarbeitet bis zu fünf Seiten pro PDF; ist der Beleg länger, erscheint im Prüfbildschirm ein Hinweis, dass der Rest von Hand ergänzt werden muss.
Was passiert, wenn ich einen Restaurantbon scanne?
Dann kommt nichts zurück, und das ist Absicht. Restaurant-, Café-, Bar- und Hotelrechnungen erkennt der Scanner an Merkmalen wie Tischnummer, Bedienung oder Menüzeilen und gibt eine leere Liste zurück, statt Gerichte in deinen Kühlschrank zu legen. Dasselbe gilt für Apotheke, Baumarkt, Elektronik, Kleidung, Möbel und Tierbedarf. Ausgenommen sind ausdrücklich die Liefer-Apps: deren Belege sind Lebensmitteleinkäufe und werden ganz normal verarbeitet.
